Künstler 2017

giuseppe-gonella Giuseppe Gonella, *1984,
wurde in Motta di Livenza, Italien als Sohn des renommierten Glas- und Mosaik Künstlers Angelo Gonella geboren und beendete sein Kunststudium 2002 an der Akademie für Kunst in Venedig.
Seine Gemälde zeigen oft Zwangslagen, Träume und Ängste, sind faszinierend und beunruhigend zugleich.
Seine neuesten Arbeiten erforschen Objekte und deren Dynamik unter Wasser.
Als Ursprung allen Lebens, ist es für Gonella bedeutsam, dass unter dieser “Haut” das Leben in Form eines gemalten Pinselstrichs pulsiert.
So ist er fasziniert von Wasser als Symbol des Lebens und stellt so Zeit, Geburt und Tod gegenüber.
Neue Anfänge und Wiedergeburt sind die Kontextreferenzen, die seine neueste Malerei vereinen.
giuseppegonella.eu

 

takeo-markquardt Takeo Markquardt, *1994,
wurde in der japanischen Hauptstadt Tokio geboren.
Seit 2012 studiert er an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und fokussiert sich seither auf theoretische und künstlerische Auseinandersetzungen.
Mit seiner Installation “Ridiculous the Waste” gewann er 2016 den zweiten Platz des Hiscox Förderpreises.
Die prämierte Arbeit basiert auf einer Serie C-Prints und Screenshots von Webcams, die leere Vogelnester zeigen, sowie auf Monitore mit Standbildern von fotografierten Vögeln und einer dazu korrespondierenden Soundcollage
aus den archivierten Vogelstimmen der British Bird Sound Library.
Takeo Markquardt zwingt mit dieser Arbeit den Blick der Betrachter in eine Art Wartehaltung und fordert zur Auseinandersetzung auf.

 

patricia-reinhart Patricia Reinhart, * 1977,
ist gebürtige Österreicherin und absolvierte ihren Abschluss an der Akademie der bildenden Künste in Wien im Jahr 2000.
Die in Paris lebende Künstlerin bewegt sich in den Medien der Malerei, Fotographie und Videoinstallation, die sich aufgrund des theoretischen Hintergrunds perfekt ergänzen.
So findet ein Dialog zwischen den einzelnen Medien statt und die künstlerischen Inhalte werden als durchkomponierte Rauminstallationen präsentiert.
Vor zehn Jahren hat sie die ciné collage Technik in ihren Videos entwickelt und perfektioniert, um der illusorischen Täuschung des Mediums Film eine neue Bühne zu geben.
Mit der deutschen Künstlerin Helga Schmidhuber plant sie für Bad Gastein eine spannende Kollaboration.
patriciareinhart.com

 

helga-schmidhuber  Helga Schmidhuber, *1972,
wurde in Wiesbaden geboren.
Sie absolvierte zunächst ein Studium Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt „Künstlerische Grafik”.
Im Anschluss folgte ein Studium „Freie Kunst” an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Dieter Krieg und Prof. Albert Oehlen.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und Helga Schmidhuber nahm an diversen Artist-In-Residence Programmen teil.
In ihrer Arbeit fokussierte sie sich fast zwanzig Jahre auf Malerei und Zeichnung.
In den letzten fünf Jahren experimentierte sie mit Arbeiten im Bereich Objekt, Skulptur und Raum.
Helga Schmidhuber zeichnen extreme Experimentierfreude, ein feines Gespür für Materialität und starke Expressivität aus.
helgaschmidhuber.com

 

christian-schwarzwald Christian Schwarzwald, *1971,
in Salzburg geboren, lebt in Berlin und studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Athen.
Seine Idee der Zeichnung ist die eines allumfassenden und uneingeschränkten Mediums.
Oft spielen der geschichtliche Kontext sowie die äußere Erscheinung eine zentrale Rolle in seinen Arbeiten.
Gesichter, abstrakte Muster, Architektur, Pflanzen, Objekte – alles wird von ihm rigoros verarbeitet und in Blöcken kombiniert.
So schafft er Installationen und ganze Räume, die den Besucher beim Betreten umfassend einnehmen.
Seine Arbeiten weisen oft deutliche Parallelen zum Ausstellungscharakter historischer und archäologischer Museen auf.
christianschwarzwald.net

 

 

muhannad-shono Muhannad Shono, * 1977,
besuchte die King Fahd University of Petroleum and Minerals in Saudi Arabien und absolvierte dort ein Architekturstudium.
Sein Interesse an Kunst und Illustrationen wurde durch ins Land geschmuggelte Comics und Kunstbücher geweckt, denn in den 90er Jahren herrschte in Saudi Arabien eine „kreative Hungersnot“ und seltenes Bildmaterial wurde deshalb
obsessiv studiert.
Durch diese unkonventionelle, selbstgesteuerte Kunsterziehung hat sich Muhannad Shono frühzeitig eine eigene Perspektive auf die Kunst geschaffen.
Als eingebürgerter Saudi mit tschetschenischer Abstammung konzentriert er sich in seinen Werken auf Themen wie Migration und Identität.
Neben der Verwendung von Tinte und Papier integriert er das Skulpturale, Animierte und das Hörbare in seine Arbeiten und verwandelt so seine Werke in visuelle Erzählungen.
muhannadshono.com